Ludwigsburg
300 Jahre
Stadt werden!

<< zurück

Stadt
denken Stadt denken

Die Zukunft ist jetzt!

Jugendliche sind die eigentlichen Agenten unserer städtischen Zukunft! Im Projekt „Die Zukunft ist jetzt!“ haben Schülerinnen und Schüler des Mörike-Gymnasiums und der Elly-Heuss-Knapp-Realschule in Kooperation mit der Kunstschule Labyrinth und dem Stadtarchiv Ludwigsburg über ein halbes Schuljahr hinweg ausgehend von historischem Material und in Exkursionen bekannte, weniger bekannte und vergessene Orte des heutigen Ludwigsburgs ergründet. Als unverzichtbare Quelle der Inspiration dienten die Bestände des Stadtarchivs Ludwigsburg: Aus Karten und stadtgeschichtlichen Dokumenten entstanden so ganz eigene, persönliche Reflektionen zu den Stadtansichten, die künstlerisch umgesetzt in utopischen Stadtplänen, innovativen Wohn- und Lebensentwürfen in der Jahresausstellung der Karlskaserne und im Stadtraum zu sehen sind. 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 01.07. ab 11 Uhr statt. 

 

Wann: Sonntag, 01.07. – Sonntag, 15.07.2018

Was: Ausstellung und Präsentation

Ort: Kunstzentrum Karlskaserne, Hindenburgstraße 29, 71638 Ludwigsburg

Zeit: Eröffnung: 01.07., 11.00 Uhr
weitere Öffnungszeiten:
Fr, 18.00 - 20.00 Uhr
Sa, 16.00 - 20.00 Uhr
So, 14.00 - 18.00 Uhr

Veranstalter: Kunstschule Labyrinth mit Stadtarchiv Ludwigsburg, Mörike-Gymnasium und Elly-Heuss-Knapp-Realschule

Eintritt: frei

Irritationspunkte
im Stadtraum

Marktplatz

Der Ludwigsburger Marktplatz ist ein zentraler Ort, an welchem für gewöhnlich geschäftiges Treiben seinen Lauf nimmt. Es ist nicht minder viel geboten, in der Mischtechnikarbeit von Nico Jan Taibner. In ironischer Weise spielt er auf den Flug der Gedanken an, welcher eintritt, wenn man den Ort als solchen reflektiert. Generationen von Menschen kamen hier zusammen um ihre Ware feil zu bieten, Nahrung oder sonstige Güter für den täglichen Gebrauch zu erwerben. Die frische Bilderfindung ermutigt innezuhalten, zu entschleunigen und den eigenen Bezugspunkt zur Außenwelt zu ermitteln.

Marstallcenter

Ehemals als Pferdestall genutzt, ist das Marstall Center heute ein prominenter Ort des Warenumschlags. In motivischer Anlehnung an dessen Ursprung wurden in der Arbeit von Franka Amelie Nagel augenscheinlich getrennt voneinander entstandene Elemente frei zueinander gesetzt. Im Bildraum des Asphaltaufklebers treffen jene divergenten Bildausschnitte in überraschend unerwarteter Weise aufeinander. Der Betrachter wird angehalten sich mit der Vergangenheit des Gebäudes assoziativ auseinander zu setzen. In dem zentrierten Mikrokosmos des Aufklebers vereinen sich Vergangenheit und Gegenwart.

Wilhelm Galerie

Ein durch typografische Versatzstücken ins Auge stechendes Motiv lädt zum Verweilen ein. Die poetischen Gedanken eines längst verstorbenen Bürgers, der wohl einst den selben Ort überquerte, wurden durch Yeji Wachter subtil arrangiert. So unterschiedlich die Nutzung des Ortes, vom Kasernengebäude, über das Postamt, hin zur Shopping-Mall, so vielfältig gestaltet sich die Interpretationsweise der intimen Gedanken, welche uns hier zu Füßen liegen. Auf eigene, unaussprechliche Wünsche und Ängste zurückgeworfen, bleiben Leerstellen der Ungewissheit in uns zurück, welche in Anregung des Gesehenen neu gefüllt werden.

Stadtarchiv

Ein erstmal abstraktes, grafisches Motiv vor dem Stadtarchiv Ludwigsburg prüft unsere Wahrnehmung als PassantIn. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir die Zeichnung eines Stadtplans von Esther Akyol in Verbindung mit dem Stadtwappen. Der Asphaltaufkleber dient als Hinweis auf das Projekt der Schülerinnen Despina Dimitriadou, Esther Akyol und Sevval Aydin, die sich ausgehend von historischen Stadtplänen aus dem Stadtarchiv mit der Gegenwart und Zukunft Ludwigsburgs beschäftigen. Die Pläne werden mit ungewöhnlichen künstlerischen Materialien wie Knetmasse umgestaltet und in neue Versionen übersetzt. „Durch das Stadtarchiv sind wir dazu inspiriert worden, eine neue Stadt zu kreieren,“ so die SchülerInnen der Elly-Heuss-Knapp Realschule.

Seestraße

Die Grafik eines Feuerfischs ist das Logo des fiktiven Projekts von Danel Redzhebov, Maurice Frommelt, Oliver Thomas und Raphael Da Silva Costa. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich hier der Feuersee. Das Areal zwischen Seestraße, Solitudestraße und Karlstraße mit der „Feuerseemensa“ und dem Friedrich-Schiller Gymnasium wird innerhalb der Projektidee fiktiv zugeschüttet, auf der Fläche entsteht ein neuer See als Naherholungsgebiet. Wir können dort Boot fahren, schwimmen, chillen und Veranstaltungen besuchen. Die SchülerInnen fantasieren: „Wir haben uns vorgestellt, dass der Feuersee zu einem Badeparadies wird!“

Solitudestraße

Hier sehen wir die vergrößerte Polaroidaufnahme eines Fundstücks, welches in unmittelbarer Nähe vorgefunden wurde. Auf kleinen Stadtwanderungen entdecken wir in diesem gemeinsam Projekt Fundstücke, Verlorenes, Vergessenes oder Weggeworfenes. Was wird in der Stadt aussortiert oder gilt als unwichtig? Wir geben den kleinen Dingen ihre Bedeutung und Beachtung zurück. Am Fundort entstehen ebensolche Polaroids der Objekte oder des Fundorts, die als „objektives“ fotografisches Medium authentischen Charakter haben. Die Suche wird zu einem Spiel, zu einer Überprüfung unsere Wahrnehmung und zu einer Öffnung für das Andere. Danel Redzhebov erklärt: „Ich habe mir das Projekt so vorgestellt, dass ich in 300 Jahren auf die Erde zurückkomme und die Reste der Zivilisation finde.“

Die Zukunft ist jetzt!
Die Zukunft ist jetzt!
Die Zukunft ist jetzt!
Die Zukunft ist jetzt!
Die Zukunft ist jetzt!
Die Zukunft ist jetzt!
mit freundlicher Unterstützung von
Wüstenrot Stiftung